Die Münchner Rhythmenlehre

begründet und entwickelt von Wolfgang Döbereiner (1928 bis 2014) beruht auf der Erkenntnis, daß ein Horoskop nicht nur als statisches Geburtsbild, sondern auch als Momentaufnahme eines lebendigen, in unterschiedlichen Rhythmen ablaufenden Prozesses betrachtet werden kann. Diese Rhythmen lassen sich theoretisch unendlich weit in die Vergangenheit und in die Zukunft verfolgen. Von praktischem Interesse ist - sofern es sich um das Geburtshoroskop eines Menschen handelt - natürlich in erster Linie die eigene Lebenszeit. 

Mit der Geburt bereits festgelegte Lebensthemen werden zu bestimmten Zeitpunkten aktualisiert und in rhythmischer Abfolge variiert. Das Horoskop ist, so betrachtet, nicht mehr und nicht weniger als die Partitur des Lebens. Wer die Partitur zu lesen versteht, kann sich nicht mehr so leicht auf die Ungunst des Schicksals ausreden, wenn ihm im Lauf des Lebens die immer gleichen Probleme in immer neuen Verkleidungen begegnen.  

 

Für den ausgebildeten Musiker Wolfgang Döbereiner, dessen Großvater Anfang des 20. Jahrhunderts Johann Sebastian Bach für den Konzertbetrieb wiederentdeckte und schon Jahrzehnte vor Nikolaus Harnoncourt als Pionier des Musizierens auf barocken Originalinstrumenten in Erscheinung trat, lag der rhythmische Zugang zur Astrologie zweifellos nahe.  

Für die astrologische Praxis eröffnen sich durch Döbereiners Pionierarbeit Einsichten und Deutungsmöglichkeiten, die sowohl an Schlüssigkeit als auch an  prognostischer Treffsicherheit neue Maßstäbe setzen. Sein Anspruch, "mit der  Münchner Rhythmen- lehre die moderne Astrologie begründet" zu haben, erscheint im Licht dieser Tatsache als selbstverständlich.    

 

 Die Schicksalshaltigkeit des Ortes

"Wo i geh und steh" umfängt mich der Tierkreis. Das klingt absurd, entspricht aber der Wahrheit. Denn analog zu den geographischen spannt sich seit jeher ein Netz astrologischer Koordinaten rund um den Erdball. Durch Umrechnen geographischer in astrolgische Längen- und Breitengrade wird die Qualität eines Ortes meßbar.

Wendet man dieses Verfahren zum Beispiel auf die Grazer Altstadt an, zeigt sich: sie liegt sowohl der Länge wie auch der Breite nach im Bereich des Steinbocks. Das paßt für ein Zentrum, von dem aus über viele Generationen die Geschicke eines ausgedehnten Verwaltungsbereichs bestimmt werden, so gut, daß kein Astrologe es besser erfinden könnte. Würde man einen in Rhythmenlehre beschlagenen Ortsfremden fragen, welche Punkte innerhalb der Altstadt eher gemieden werden sollten, wäre die zunächst rätselhafte Antwort: der Sonne-Uranus-Bereich  ganz in der Mitte und der Mars-Uranus-Bereich am südlichen Rand. Übersetzt in die reale Topographie heißt das: Der südwestliche Bereich des Hauptplatzes, das bei den Einheimischen berüchtigte "Billa-Eck" und der Jakominiplatz. Wobei der Jakominiplatz als zentraler Umsteigepunkt des öffentlichen Stadtverkehrs einerseits nur schwer gemieden werden kann, andererseits genau deswegen zwingend als unruhigster und potentiell gefährlichster Platz im Altstadtbereich astrologisch gekennzeichnet sein muß.     
                                  
    

 

Für den einzelnen läßt sich mit der Berechnung von Ortspunkten nach dem System der Münchner Rhythmenlehre das eigene Verhältnis zu jedem beliebigen Ort und zu jedem Haus oder Platz innerhalb dieses Ortes bestimmen. Man benötigt dazu als Ausgangsmaterial lediglich die geographischen Koordinaten (durch ein Navigationsgerät oder über google earth zu ermitteln) und das eigene Horoskop (zur Not reicht auch der Sonnenstand des Geburtstages). 
    
Die Erkenntnisse über die Schicksalshaltigkeit von Orten sind nicht nur verblüffend. Sie sind auch hilfreich, weil sie vor Augen führen, warum es ausgerechnet dieser Ort zu genau diesem  Zeitpunkt sein mußte.   

Daraus folgt für die astrologische Praxis: Wer nach der Qualität von Orten oder Zeitpunkten fragt, öffnet damit bereits die Tür zum Begreifen von deren Notwendigkeit. Und wer das Notwendige begreift, kann von sich aus das nötige tun: Orte verlassen, die ihm nicht gut tun oder ungünstige Zeitpunkte meiden, zum Beispiel.  

  Astrologie und Medizin

sind in Wirklichkeit siamesische Zwillinge, seit langer Zeit getrennt durch das  zweischneidige Schwert des  naturwissenschaftlichen  Fortschritts und der technischen Machbarkeit. Vor der Trennung herrschte Einvernehmen darüber, daß Heilen etwas mit dem Himmel zu tun hat im Wortsinn des "Heil werdens".  

Für Paracelsus (1493 bis 1541) war diese Sichtweise noch selbst-verständlich. Jede Krankheit, meinte er, beginne "im Gestirn, und vom Gestirn dringt sie hernach in den Menschen... Das Gestirn im Menschen erhält von Gottes Hand die Bestimmung, nachzuahmen, was der Himmel außen beginnt und schafft, so muß es hernach im Menschen geschehen."

Seit mit der  Rhythmenlehre System in die moderne Astrologie gekommen ist, wächst langsam wieder zusammen was zusammen gehört. Abseits der offiziellen Medizin und ausschließlich mit den Mitteln der Homöopathie, deren Prinzip "similia similibus curentur" (Ähnliches durch Ähnliches heilen) mit dem bildhaften Denken der Astrologie eng verwandt ist.

Nähere Hinweise und Empfehlungen werden in der Sterndeuterei Zalto gerne gegeben. Es geht dabei aber ausdrücklich nicht darum, den Ärzten und Therapeuten ins Handwerk zu pfuschen.